Lakiko

What To Do, How To Live?


Lakiko ist ein Cello.!
Ein Cello das streicht, kratzt, sich wiederholt und verschwindet.!
Lakiko ist aber auch eine Stimme; Die von ihrer nomadischen Existenz, die sie von Bosnien über Umwege in die Schweiz gebracht hat, singt, von Alpträumen, vergangenen Zeiten und dystopischen Zukunftsvisionen.

Lakiko – alias Lana Kostic – entstand 2016 als Soloprojekt in der Neurologieabteilung in Biel. Angeschlossen an eine EEG-Maschine experimentierte die Cellistin mit Hilfe ihrer Instrumenten an der Ausübung ihres freien Willens, indem sie ihre Hirnströme zeitgleich als Partitur verwendete. Das daraus resultierende Material – ein Abdruck ihrer musikalischen Biografie – könnte vielfältiger nicht sein:

Einflüsse der Bosnischen Volksmusik vermischen sich mit klassischer Musik, hauchige Popmelodien mit zeitgenössischer Sprachperformance, getriebene Beats neben schier endlos dauernden Glissandi-Loops und dazwischen immer wieder das Cello. Lakikos Musik gleicht einer musikalischen Gehirnwäsche, die Augen und Ohren neu programmiert, die einen experimentellen Film vor dem inneren Auge abspielt und die Zuhörer in einem Zustand der bittersüssen Melancholie nach Hause schickt.!

Lakiko’s Debut Album heisst “What To Do, How To Live?”.
What To Do, How To Live? Wie war es, nach dem Krieg in Sarajevo aufzuwachsen? Welche Erfahrungen prägen die Welt und das Selbstbild? Als Frau, als Mensch, als Künstlerin? Was bedeutet Flucht? Wie wirken sich die räumliche Distanz zur Heimat und die kulturellen Einflüsse aus der Fremde auf die Psyche und die Kreativität aus?

Und: Wie kann man inmitten eines traumatisierten Umfeldes zu einem gesunden Selbst- und Weltbild gelangen?